Tagesgedanke vom Mittwoch, den 4. November 2026
Wenn wir Gott als ein Wesen außerhalb von uns ansehen
Wenn wir Gott als ein Wesen außerhalb von uns ansehen, so heißt das, dass auch wir außerhalb von Ihm sind. Was passiert aber, wenn wir außerhalb von Ihm sind? Wir sind Ihm gegenüber wie Gegenstände. Aber was ist ein Gegenstand? Nehmt als Beispiel eine Köchin, die Kannen und Kochtöpfe benutzt. Das sind Dinge, die außerhalb von ihr existieren. Ab und zu benutzt sie diese, um eine Mahlzeit zu kochen. Wenn die Arbeit beendet ist, stellt sie sie beiseite bis zum nächsten Mal. Solange wir glauben, dass wir außerhalb von Gott existieren, benutzt Er uns und stellt uns wieder beiseite wie einen Gegenstand. Wenn die Kochtöpfe ein Bewusstsein hätten, was würden sie wohl sagen? Sie würden stöhnen: »Unsere Herrin hat uns vergessen! Als sie uns benutzte, wurden wir wenigstens erhitzt, der Löffel kratzte uns, das war ein angenehmes Geräusch, wir haben uns darüber gefreut. Aber jetzt hat sie uns verlassen. Welche Bosheit, welche Grausamkeit.« Was wollt ihr? Wenn ihr dem Herrn gegenüber wie Geschirr seid, ist es dann nicht normal, dass er euch von Zeit zu Zeit vergisst? Wenn ihr dagegen etwas seid, das in Ihm ist, ein Teil von Ihm, in Seinem Kopf, in Seinen Organen, in Seinen Gliedern, ja, dann seid ihr ununterbrochen mit Ihm und in Ihm.*
Omraam Mikhaël Aïvanhov















