Tagesgedanke vom Sonntag, den 24. Mai 2026
Wenn man Gegenstände einem Feuer nähert
Wenn man Gegenstände einem Feuer nähert, erwärmen sie sich, und manchmal werden sie flüssig oder verdampfen sogar. In gleicher Weise erwärmt sich ein Mensch, der sich den Strahlen der spirituellen Sonne aussetzt, und diese Wärme, diese Liebe teilt sich all seinen Zellen mit. Er spürt dann eine wahrhafte Ausdehnung, als ob die Materie seines Wesens leichter, feinstofflicher, geistiger würde. Nach und nach beginnt er, mit dem Geist in Einklang zu schwingen. Und wenn der Geist ein Wesen sieht, das mit ihm singt, mit ihm in Harmonie schwingt, ihn versteht, fühlt er sich angezogen. Und darum hat man ihn auch als Bräutigam dargestellt, als Ehegatten, der zu seiner Geliebten eilt. Das ist ein in den verschiedensten Religionen oft vorkommendes Bild. Es ist das Ideal der menschlichen Seele – gleich ob Mann oder Frau –, die Braut des Geistes zu werden, das heißt, sich in einen Zustand innerer Empfänglichkeit gegenüber dem göttlichen Prinzip zu versetzen.*
Omraam Mikhaël Aïvanhov













