Tagesgedanke vom Dienstag, den 4. April 2000
Es ist schwierig, ein inneres Gleichgewicht zu finden und …
Es ist schwierig, ein inneres Gleichgewicht zu finden und es zu bewahren, denn das tägliche Leben bringt uns ständig Probleme, die gelöst werden müssen. Seien es persönliche oder gesellschaftliche Probleme, wir empfinden sie als Schock, als Erschütterungen, als Reibungen. Man fühlt sich hin und her geschüttelt, bedrängt, desorientiert, und was man auch tut, um dem zu widerstehen und das Gleichgewicht zu halten, man schafft es nicht, solange man kein philosophisches System* besitzt. Denn ein philosophisches System enthüllt uns zunächst, wer wir sind, an welcher Materie wir arbeiten müssen und welche Instrumente uns dafür zur Verfügung stehen. Dann offenbart es uns den Weg, den wir zu gehen haben und schließlich das göttliche Ziel, das wir erreichen sollen. An diesem Ziel, an diesem Gipfel müssen wir uns festhalten, denn dort finden wir Schutz. Ja, ihr müsst euch an diesen göttlichen Gipfel klammern, um in Sicherheit zu sein, um nicht fortgerissen zu werden, wenn die Wogen der menschlichen Leidenschaften, eure eigenen und die der euch umgebenden Personen euch überrollen. Wenn ihr euch bedrückt, orientierungslos oder gar gebrochen fühlt, dann habt ihr euch das selbst zuzuschreiben, ihr seid zu tief unten geblieben. Man hat euch einen Weg gezeigt, der euch zu dem einzig sicheren Ort führt, und man hat euch Leitern gegeben. Warum steigt ihr dann nicht hinauf?
Omraam Mikhaël Aïvanhov













