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Tagesgedanke vom Montag, den 28. November 2022

Demut und Stolz - den Reichtum der Demut erkennen

Hochmütig ist derjenige, der meint, er hinge von nichts und niemandem ab, genau wie eine Lampe, die vorgibt, Licht zu geben und dabei vergisst, dass die elektrische Zentrale sie mit Strom versorgt. Der demütige Mensch dagegen weiß, dass er kein isoliertes Wesen ist, dass nichts von ihm abhängt und dass, wenn er nicht mit dem Himmel verbunden bleibt, er weder Kraft, noch Licht, noch Weisheit haben wird; er fühlt, dass er das Glied einer unendlichen Kette ist, der Kanal einer kosmischen Energie, die von sehr weit herkommt und durch ihn zu anderen Menschen strömt. Der bescheidene Mensch ist ein Tal, bewässert von den Wassern, die von den Gipfeln herabströmen, um die Ebenen fruchtbar zu machen; er empfängt die sprudelnden Kräfte der Berge und erkennt so die Fülle. Der Hochmütige hingegen, der glaubt, nur von sich selbst abzuhängen, vergisst den Ursprung der Ströme, die sich durch ihn äußern, und endet früher oder später damit, dass er alles verliert. Man hat immer noch nicht den ganzen Reichtum der Bescheidenheit* verstanden. * Vgl. Band 238 »Der Glaube versetzt Berge«, Kapitel 2, 4, 7 und 10.

Omraam Mikhaël Aïvanhov




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