Tagesgedanke vom Samstag, den 23. Juli 2005
Die meisten Menschen suchen ihre geistige Nahrung in allem …
Die meisten Menschen suchen ihre geistige Nahrung in allem Unwesentlichen. Sie verbringen ihr Leben mit Beschäftigungen, die ihrer Seele und ihrem Geist nichts einbringen. Ihr werdet jetzt natürlich sagen, dass Seele und Geist nicht so sehr an den gewöhnlichen Tätigkeiten des täglichen Lebens teilnehmen können und auch nicht an denen, die wir zum Verdienen unseres Lebensunterhaltes ausführen müssen. Nun, zunächst einmal ist das keineswegs sicher... und dann, was tun die Leute, wenn sie von der Arbeit kommen oder wenn sie freie Zeit haben? Worin bestehen ihre Beschäftigungen, ihre Aktivitäten, ihre Gespräche, ihr Zeitvertreib? Sie tun vielleicht nichts Verwerfliches, aber sie vergeuden ihre Zeit und ihre Kräfte mit Nichtigkeiten. Wenn sie jedoch eines Tages lernen, in sich selbst, um ihr inneres Zentrum, ihren Geist herum, etwas Solides, Beständiges aufzubauen, dann werden alle ihre Beschäftigungen, ja sogar ihr Zeitvertreib dazu beitragen, das Leben in ihnen zu nähren. Der Geist, der im Menschen wohnt, lehnt nicht die Leber, die Eingeweide oder die Füße ab mit der Begründung, sie seien keine so edlen Organe oder Körperteile wie er. Alle sind an ihrem Platz und der Geist bedient sich ihrer, aber er bleibt im Zentrum. Und weil er im Zentrum bleibt, ist der Mensch lebendig.
Omraam Mikhaël Aïvanhov















