Tagesgedanke vom Sonntag, den 24. Januar 2021

Die Vorstellungskraft - seinen Mentalkörper reinigen, um zu beginnen, die unsichtbare Welt zu sehen

Alle stellen sich etwas vor, träumen, wünschen... Wenn diese Fähigkeit in Gang kommt, dann folgt eine ganze Serie von Bildern, eins folgt dem anderen durch Assoziation. Und da alle sich etwas vorstellen, glauben alle zu wissen, was Vorstellung ist. Nein, die wahre Vorstellung*, so wie die Eingeweihten sie verstehen und mit der sie arbeiten, ist eine Art Leinwand, an der Grenze von sichtbarer und unsichtbarer Welt gelegen, auf dem sich Gegenstände und Wesenheiten spiegeln können, die gewöhnlich dem Bewusstsein entgehen. Bei manchen sehr weit entwickelten Menschen, die ihre Vorstellung lenken können, werden auf dieser Leinwand viele Dinge empfangen und aufgezeichnet und dann von ihnen zum Ausdruck gebracht; viel später bemerkt man, dass das, was sie sich so vorgestellt haben, keine Erfindung ihrerseits war, sondern, dass sie noch nicht auf der physischen Ebene manifestierte Wirklichkeiten aufgefangen haben. Wenn der Mensch an seinen Gedanken und Gefühlen arbeiten lernt, kann es ihm gelingen, sich so zu reinigen, dass seine Vorstellung klar wird... reine Transparenz... und er beginnt zu »sehen«. Auf diesem Niveau sind Vorstellung und Vision eins. * Vgl. Band 213 (P0213DE) »Menschliche und göttliche Natur«, Kapitel 10 »Die höhere Natur in sich selbst und anderen fördern«, und Band 28 (C2829DE) der Reihe Gesamtwerke »Die Pädagogik in der Einweihungslehre«, Kapitel 3 »Die Gestaltungskraft der Vorstellung«.

Omraam Mikhaël Aïvanhov

OMRAAM MIKHAËL AÏVANHOV
Sonnenworte

Die universelle Botschaft von Omraam Mikhaël Aïvanhov (1900 – 1986) ist in die Reihe der grossen Weisheitslehren der Menschheitsgeschichte einzuordnen. In seiner Philosophie erläutert er die grossen Lebensgesetze und vermittelt zahlreiche Methoden und Anwendungsmöglichkeiten, die zu einem besseren Selbstverständnis des Menschen beitragen.

„Ich möchte euch durch meine Lehre ein grundlegendes Verständnis des Menschen vermitteln: darüber, wie er gebaut ist, über seine Beziehungen zur Natur, über den Austausch, den er mit dem Universum halten muss, um an der Quelle des göttlichen Lebens trinken zu können…“

 


 
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