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Tagesgedanke vom Mittwoch, den 3. September 2025

Wenn der heilige Johannes in der Apokalypse die Seraphin beschreibt

Wenn der heilige Johannes in der Apokalypse die Seraphin beschreibt, stellt er sie als vier lebendige Wesen voller Augen dar, die sich vor dem Throne Gottes aufhalten und unaufhörlich Tag und Nacht singen: »Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der allmächtige Gott, der war und immer ist und immer sein wird.« Das bedeutet, dass das Wort heilig am besten die Essenz des Göttlichen charakterisiert. Aber es wurde so oft benutzt, um nur Männer oder Frauen zu bezeichnen, die ein paar Tugenden wie Geduld, Güte oder Mitgefühl zeigen, dass sein eigentlicher Sinn abhandengekommen ist. Man muss sich an die slawischen Sprachen wenden, um zu verstehen, was Heiligkeit ist. Im Bulgarischen zum Beispiel haben die Wörter svet (heilig) und svetost (Heiligkeit) die gleiche Wurzel wie das Wort Licht, svetlina. Heiligkeit ist demnach eine Qualität des Lichts. Man kann sagen, dass in diesem Sinne nur Gott wahrhaft heilig ist, weil er reines Licht ist. Und das wiederholen die Seraphin, und deswegen steht die Heiligkeit auch in Verbindung mit ihrem Namen, der auf Hebräisch Chajoth ha-Kadosch heißt: Tiere der Heiligkeit.*

Omraam Mikhaël Aïvanhov
Siehe das Buch Die Liebe ist grösser als der Glaube, kapitel VII




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