Tagesgedanke vom Sonntag, den 25. Januar 2026

Jemand hat euch gereizt

Jemand hat euch gereizt. Ihr ruft aus: »Ich halte das nicht aus, ich bin wütend!« Und so erzählt ihr ärgerlich schimpfend eurer Umgebung, was geschehen ist. Man versucht euch zu beruhigen, euch zu erklären, dass dies doch gar nicht so schlimm sei und ihr es besser fallen lassen und an etwas anderes denken solltet, aber nein, ihr regt euch weiter auf und beschimpft diesen »Dummkopf«, diesen »Schwachsinnigen«, der dies und jenes getan hat. Ist das ein Zeichen von Intelligenz? Der Dummkopf, der Schwachsinnige sitzt in aller Ruhe zu Hause, in Sicherheit vor eurem Geschrei und Gezeter. Und wer muss unter eurer Wut leiden? Eure Umgebung, eure Eltern, eure Freunde, die es keineswegs verdient haben, so in ihrem Wohlbefinden gestört zu werden. Wer aber am meisten leidet, das seid ihr. Ja, denn die Strömungen eures psychischen Lebens durchqueren zunächst einmal euch selbst, bevor sie die anderen erreichen. Derjenige, der sich entschließt, in Harmonie zu leben, wird als Erster von dieser Harmonie profitieren, und derjenige, der sich zu üblen Gefühlen, zu Wut hinreißen lässt, zerstört zunächst sich selbst. Letztendlich zerstört er vielleicht die anderen, aber sich selbst schadet er am meisten, weil diese Unordnung, die er in sich hergestellt hat, ihm bis in die nächste Inkarnation* hinein folgen wird.

Omraam Mikhaël Aïvanhov
Siehe das Buch Der Mensch erobert sein Schicksal, kapitel VIII

OMRAAM MIKHAËL AÏVANHOV
Sonnenworte

Die universelle Botschaft von Omraam Mikhaël Aïvanhov (1900 – 1986) ist in die Reihe der grossen Weisheitslehren der Menschheitsgeschichte einzuordnen. In seiner Philosophie erläutert er die grossen Lebensgesetze und vermittelt zahlreiche Methoden und Anwendungsmöglichkeiten, die zu einem besseren Selbstverständnis des Menschen beitragen.

„Ich möchte euch durch meine Lehre ein grundlegendes Verständnis des Menschen vermitteln: darüber, wie er gebaut ist, über seine Beziehungen zur Natur, über den Austausch, den er mit dem Universum halten muss, um an der Quelle des göttlichen Lebens trinken zu können…“

 


 
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