Tagesgedanke vom Mittwoch, den 19. August 2026

Findet ein Schüler nicht heraus

Findet ein Schüler nicht heraus, wie er sich seinem Meister gegenüber verhalten soll, aus Unwissenheit darüber, was ein Meister in seinem Leben bedeuten könnte, so hemmt er damit seinen Fortschritt, denn er hindert seinen Meister daran, ihm so nützlich zu sein, wie dieser könnte und wollte. Der Schüler muss selbst entdecken, wie die Beziehung zu seinem Meister sein sollte, wie er ihn betrachten und sich ihm gegenüber verhalten sollte. Es ist nicht die Aufgabe des Meisters, Empfehlungen dazu abzugeben. Ein wahrer Meister begnügt sich damit, seine Lehre weiterzugeben und lässt seine Schüler frei. Er wird nie sagen: »Ihr müsst mich achten, bewundern, mir gehorchen.« Niemals! Zum einen, weil es zwecklos ist, denn man kann niemals Achtung, Bewunderung oder Gehorsam erzwingen, und zum anderen, weil er es nicht nötig hat – er kennt andere Quellen der Erfüllung und der Freude. Der Schüler muss, im Interesse seiner eigenen Entwicklung, selbst die richtige Einstellung zu seinem Meister herausfinden.*

Omraam Mikhaël Aïvanhov

OMRAAM MIKHAËL AÏVANHOV
Sonnenworte

Die universelle Botschaft von Omraam Mikhaël Aïvanhov (1900 – 1986) ist in die Reihe der grossen Weisheitslehren der Menschheitsgeschichte einzuordnen. In seiner Philosophie erläutert er die grossen Lebensgesetze und vermittelt zahlreiche Methoden und Anwendungsmöglichkeiten, die zu einem besseren Selbstverständnis des Menschen beitragen.

„Ich möchte euch durch meine Lehre ein grundlegendes Verständnis des Menschen vermitteln: darüber, wie er gebaut ist, über seine Beziehungen zur Natur, über den Austausch, den er mit dem Universum halten muss, um an der Quelle des göttlichen Lebens trinken zu können…“

 


 
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