Tagesgedanke vom Sonntag, den 31. Mai 2026

Wenn man das Böse dem Bösen

Wenn man das Böse dem Bösen, den Hass dem Hass, die Gewalt der Gewalt gegenüberstellt, setzt man eine sehr alte Philosophie in Gang, die keine guten Ergebnisse hervorbringen kann. Nur durch Güte leistet man dem Bösen Widerstand, durch Liebe vertreibt man den Hass, durch den Frieden bekämpft man die Gewalt. Man muss dieses Gesetz ein für alle Mal verstehen: Allein das Gute kann gegen das Böse kämpfen, denn das Gute besteht aus einer unsterblichen Materie, das Böse hingegen ist aus brüchiger Materie gemacht. Jedes Wort, jede Tat aus Hass kann mit einem in die Luft geworfenen Stein verglichen werden: Je mehr Zeit vergeht, desto weniger Kraft hat er zum Aufsteigen. Ein gutes Wort hingegen, eine Tat aus Güte, kann mit einem Stein verglichen werden, den man von einem Turm herabwirft: Mit der Zeit erhöht sich seine Geschwindigkeit und Kraft. Und darin liegt das Geheimnis des Guten: Am Anfang ist es schwach, aber am Ende allmächtig. Das Böse dagegen ist am Anfang allmächtig, wird aber immer schwächer.*

Omraam Mikhaël Aïvanhov
Siehe das Buch Goldene Regeln für den Alltag, kapitel 67

OMRAAM MIKHAËL AÏVANHOV
Sonnenworte

Die universelle Botschaft von Omraam Mikhaël Aïvanhov (1900 – 1986) ist in die Reihe der grossen Weisheitslehren der Menschheitsgeschichte einzuordnen. In seiner Philosophie erläutert er die grossen Lebensgesetze und vermittelt zahlreiche Methoden und Anwendungsmöglichkeiten, die zu einem besseren Selbstverständnis des Menschen beitragen.

„Ich möchte euch durch meine Lehre ein grundlegendes Verständnis des Menschen vermitteln: darüber, wie er gebaut ist, über seine Beziehungen zur Natur, über den Austausch, den er mit dem Universum halten muss, um an der Quelle des göttlichen Lebens trinken zu können…“

 


 
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