Tagesgedanke vom Dienstag, den 1. September 2026
Ist der Mensch frei oder ist er dem Schicksal unterworfen
Ist der Mensch frei oder ist er dem Schicksal unterworfen? Über diese Frage wird seit Jahrtausenden diskutiert. Der Fehler besteht darin, zu glauben, dass alle Menschen den gleichen Gesetzen unterliegen. All jene, die wie die Tiere nur ihren rein instinktiven Impulsen gehorchen, werden selbstverständlich Schicksalsschläge erleiden. Ihre eigene Natur erschafft ihnen dieses Schicksal. Diejenigen hingegen, die es geschafft haben, Meister ihrer Instinkte, ihrer Leidenschaften zu werden, entgehen dem Schicksal und treten ein in die Welt der Vorsehung, der Gnade, wo sie das Licht und die Freiheit kennenlernen. Man darf sich nicht vorstellen, dass alle frei sein können oder dass alle einem unerbittlichen Geschick unterliegen. Nein, die Freiheit hängt vom Entwicklungsgrad ab. Je nachdem, wie der Mensch denkt, fühlt oder handelt, erleidet er entweder Schicksalsschläge oder er zieht die Segnungen der Vorsehung an. In einigen Bereichen ist der Mensch also gebunden, dem Schicksal unterworfen, und in anderen Bereichen entgeht er dem Schicksal, ist er frei – bis zu dem Tag, an dem er über seine Freiheit vollständig verfügen kann.*
Omraam Mikhaël Aïvanhov













