Tagesgedanke vom Donnerstag, den 15. Januar 2026

Seitdem die Menschen die Macht des Intellekts erkannt haben

Seitdem die Menschen die Macht des Intellekts erkannt haben, entwickeln sie diese Fähigkeit, und dadurch gibt es in der Welt viele gebildete und intellektuell geübte Menschen. Das ist gut, aber es wird die Menschheit nicht retten, im Gegenteil. Denn es liegt nicht in der Natur des Intellekts, verständnisvoll, nachsichtig und großzügig zu sein. All diejenigen, die einen stark entwickelten Intellekt haben, versuchen eher, die anderen zu täuschen, sie zu beherrschen, sie auszunützen. Wie viele Beispiele haben wir dafür vor Augen. Seht nur, wie sich all diese intellektuell begabten Leute benehmen, wie kritisch, herablassend und betrügerisch sie sich geben. Ihr meint, das geschehe aufgrund ihrer boshaften Veranlagung. Nein, der Fehler liegt im Unterricht, den sie bekommen haben, weil er die Werte des Intellekts auf Kosten derer des Herzens vorzieht und so die niedere Natur der Menschen stärkt. Alles, was man den jungen Menschen beibringt, kann sie in den Dienst ihrer niederen Natur stellen. Man stellt ihnen Waffen zur Verfügung, ohne ihnen das Ideal zu geben, zu besseren Menschen zu werden; dann bedienen sie sich natürlich dieser Waffen, um ihre groben Gelüste zu befriedigen. Wann entschließt man sich, ihnen ein Wissen zu vermitteln, das es ihnen ermöglicht, an ihrer niederen Natur zu arbeiten, um sie zu beherrschen?*

Omraam Mikhaël Aïvanhov
Siehe das Buch Eine Zukunft für die Jugend, kapitel VI

OMRAAM MIKHAËL AÏVANHOV
Sonnenworte

Die universelle Botschaft von Omraam Mikhaël Aïvanhov (1900 – 1986) ist in die Reihe der grossen Weisheitslehren der Menschheitsgeschichte einzuordnen. In seiner Philosophie erläutert er die grossen Lebensgesetze und vermittelt zahlreiche Methoden und Anwendungsmöglichkeiten, die zu einem besseren Selbstverständnis des Menschen beitragen.

„Ich möchte euch durch meine Lehre ein grundlegendes Verständnis des Menschen vermitteln: darüber, wie er gebaut ist, über seine Beziehungen zur Natur, über den Austausch, den er mit dem Universum halten muss, um an der Quelle des göttlichen Lebens trinken zu können…“

 


 
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