Tagesgedanke vom Dienstag, den 3. März 2026
Einem Meister genügt es
Einem Meister genügt es, einen Blick ins Unsichtbare zu werfen, um über den inneren Zustand seiner Schüler unterrichtet zu sein. Alle diejenigen, die nicht nachgelassen haben, auf dem Weg des Lichts weiter voranzuschreiten, spürt er anwesend. Die anderen dagegen, die nicht treu bleiben konnten, spürt er nicht mehr, und diese Abwesenheit spricht eine klare Sprache für ihren Meister. Er fragt sich nicht, warum sie nicht mehr da sind, denn er weiß es bereits: Irgendetwas hat sie zurückgehalten. Und was ist dieses Etwas, das den Schüler daran hindert, im Raum des Lichts präsent zu sein? Auf keinen Fall kann es Güte, Reinheit oder göttliche Liebe sein. Natürlich handelt es sich nicht um physische Anwesenheit, sondern um die geistige. In der unsichtbaren Welt finden Versammlungen statt, und wenn manche diesen Versammlungen nicht beiwohnen, heißt das, dass sie zurückgehalten worden sind von Wünschen, Leidenschaften oder nicht ganz sauberen Unternehmungen, die sie gefangen und gebunden haben. Diejenigen hingegen, die treu und wahrhaftig sind, sind dort mit ihrem geistigen Wesen dabei.*
Omraam Mikhaël Aïvanhov













